Die BluRay Disc (abgekürzt auch als BD bekannt) ist ein digitaler und optischer Datenträger. Diese geriet mit HD DVD und VMD als möglicher Nachfolger der DVD in einem Formatkrieg. Seitdem Toshiba im Februar 2008 angekündigt hatte, bis März 2008 alle Produktionen der HD-DVD-Geräte sowie die Weiterentwicklung der Technik einzustellen, gilt BluRay als Sieger des Krieges.
Mit einem Durchmesser von 12cm kann eine BluRay Scheibe mit einer Lage maximal 25GB speichern, bei zwei Lagen beträgt das Speichervolumen 50GB. Die BluRay Disc basiert auf einem violetten Laser mit 405nm Wellenlänge, die wiederbeschreibbaren Discs jedoch mit der Phase-Change-Technik. Die Bandbreite der neuen Video-Discs ist auf maximal 53,95 Mbit/s begrenzt. Hiervon werden 40 Mbit/s für das reine Video im MPEG-2-, VC-1- oder AVC-Format zugeteilt. Die restlichen 13,95 Mbit/s sind für die Tonspuren wie Dolby Digital, DTS oder andere reserviert. Ein weiterer Unterschied gegenüber der DVD ist die geringere Wellenlänge des Laserstrahls und der kleinere Abstand des Lasers zur Disc. Zudem ist die Schutzschicht von BluRay Datenträgern mit 0,1mm im Gegensatz zur DVD mit 0,6mm viel kleiner. Deswegen war zuerst geplant, die Discs nur in Form einer Kassette zu verkaufen, jedoch wurde stattdessen die spezielle Beschichtung "Durabis" entworfen, die die Datenträger viel robuster macht.
Die BluRay Disc ist in drei verschiedenen Varianten erhältlich: einmal als eine nur lesbare BD-ROM, eine nur einmal beschreibbare Möglichkeit BD-R und eine wiederbeschreibbare Variante BD-RE. Die neuen Datenträger eignen sich sehr gut für Full-HD-Videos, die aufgrund der hohen Auflösung eine bessere Wiedergabequalität erzielen, jedoch dafür aber mehr Speicherkapazität in Anspruch nehmen.
Außerdem wurde bei BluRay eine neue interaktive Anwendungsschicht entwickelt, die das bisherige DVD-Menü ersetzen soll. Diese Schicht heißt BD-J und wird in der leicht veränderten Sprache Java programmiert. Dadurch ist es nun möglich, interaktive Anwendungen wie Bild in Bild, Einblendungen, Spiele, Webangebote und andere Zusatzinformationen in den Film zu integrieren.