Die DVD+R ist ein Speichermedium aus der großen Familie der DVDs. Gemeinsam mit der DVD-R ist die DVD+R der direkte Nachfolger der CD-R, der beschreibbaren CD. Das "R" im Namen dieser Speichermedien steht dabei für "recordable", was auf deutsch eben "beschreibbar" heißt. Dadurch wird bereits die Funktion der DVD+R klar: Sie ist ein auch vom privaten Nutzer beschreibbares Medium.
Die DVD+R wurde als Reaktion auf die DVD-R entwickelt, da letztere wegen eines eingebauten Anti-Kopierrings sowie hoher Lizenzgebühren anfangs verhältnismäßig teuer war. Schnell wurden jedoch die Abspielgeräte so entwickelt, dass beide Formate gleichzeitig genutzt werden konnten - ein Konkurrenzkrieg zum Nachteil von Kunden und Produktqualität wie einstmals bei den Videokassetten war damit vermieden. Mittlerweile unterscheiden sich DVD+R und DVD-R auch preislich nicht mehr. Viele der technischen Eigenschaften beider Formate haben sich inzwischen angeglichen.
Die DVD+R wurde dazu entwickelt, dass der Anwender eine DVD mit eigenen Daten gleichwelcher Art erstellen kann. Somit ist die DVD+R ein optimales Medium, um Dateien zu archivieren. In der aktuellen Version 2 stehen dem Nutzer dafür 4,7 GB Speicherplatz zur Verfügung, wobei es ja nach Hersteller zu minimalsten Abweichungen kommen kann. Double-Layer-DVDs der DVD+R bieten sogar 8,5 GB Speicherplatz.
Ein Vorteil - der auch als solcher auszulegen ist - der DVD+R ist ihre einmalige Beschreibbarkeit. Manche Nutzer werden ein DVD-Medium mehrmals beschreiben wollen, hierfür gibt es andere Formate. Die
einmalige Beschreibbarkeit der DVD+R bringt zum einen preisliche Vorteile mit sich, zum anderen ist sie ideal für sicheres Archivieren. Denn ein Löschen oder Neubeschreiben aus Versehen ist von Vornherein nicht möglich - alle auf die DVD+R geschriebenen Daten sind immer wieder in ihrer ursprünglichen Form auslesbar.